Manuelle Lymphdrainage
Die manuelle Lymphdrainage (ML) ist eine eher neuere Behandlungsmethode, die erstmals in der Mitte des 20. Jahrhunderts vom Dänen Emil Vodder vorgestellt wurde. Noch heute fristet die ML im Vergleich zu anderen Massageformen völlig zu Unrecht ein Schattendasein, und man kennt sie vor allem als Krebsnachsorge und vielleicht noch aus kosmetischen Bereichen. Die ML kann aber viel mehr und ist enorm breitgefächert einsetzbar. Sie wird daher mit gutem Grund als die „Königsdisziplin der Massage“ bezeichnet.

Mit sanften Dreh, Pump- und kreisförmigen Griffen werden die feinen Lymphgefässe, die unseren gesamten Körper überziehen, aktiviert, um überschüssige Flüssigkeiten im Gewebe abzutransportieren und schliesslich wieder dem Blutkreislauf zuzuführen. Durch den rhythmischen und sich wiederholenden langsamen Ablauf der Griffe wird zudem eine Entspannung der Skelettmuskulatur und eine Beruhigung des vegetativen Nervensystems erreicht.

Anwendungsbereiche:

  • Primäres Lymphödem (angeborene Lymphschwäche)
  • Sekundäres Lymphödem (bei operativ entfernten Lymphknoten, z.B. nach Krebserkrankungen)
  • Schwangerschaftsödeme
  • nach Unfällen (Traumata), Knochenbrüchen, Zerrungen, Stauchungen, Prellungen, Luxationen usw.
  • Nach chirurgischen Eingriffen aller Art zur Nachsorge und Narbenbehandlung
  • Schleudertrauma
  • Wirbelsäulensyndrome
  • Tennisellbogen, Sehnenscheidenentzündung, Karpaltunnelsyndrom, Golferarm, Maus-Arm
  • Morbus Sudeck
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Venenbeschwerden
  • Darmträgheit, Verstopfung
  • Fibromyalgie
  • Wassereinlagerungen, müde und gestaute Beine
  • Autoimmunerkrankungen (keine Behandlungen während eines akuten Schubes!)
  • Schmerzzustände

Die Behandlungen sind nicht schmerzhaft. Es wird nur soweit ins kranke Gebiet gearbeitet, dass dabei keine Schmerzen entstehen. Alle ernsthaften Erkrankungen gehören selbstverständlich parallel dazu in die Hände Ihres Arztes.